augenblicklyric

Lyric im Alltag – Augenblicke die im nichts verschwinden

Wünsche eines Clowns

- 15. März 2014

Als Kind wünschte er sich, fortzugehen – irgendwohin, in eine Welt, in der er sich wohlfühlen konnte. Und nur wie ein Kind in der Lage ist, sich in seine Phantasiewelt zurückzuziehen, nur so erlebte er hinter geschlossenen Augen Momente des Glücks.

Niemand merkte, wie er sich langsam seinen eigenen Weg bahnte. Mit der Zeit wuchs das Kind und es lernte, sich anzupassen – einzureihen in die Menge der Realisten. Baustein für Baustein … aus dem Kind wurde ein perfekter Clown:

fröhlich, hilfsbereit, ganz einfach nett. Der Clown erfüllte so alle Vorstellungen seiner Umwelt; ein ideales Spiegelbild eines idealen Menschen. Ganz Wenigen war es erlaubt, hinter diese Maske zu schauen. Tief in seinem Herzen lebte er noch, der Kinderwunsch nach seiner Welt.

Einmal – ganz kurz glaubte er sich am Ziel. Aber er setzte auf die falsche Zahl; der Clown verlor sein Lächeln dabei. Mit der Maske im Gesicht tanzte er, zog Grimassen und entkam unerkannt.

Irgendwo in der Menge ist er untergetaucht, fällt im Grau des Alltags nicht weiter auf. Nur manchmal, wenn er sich in die Augen sehen läßt, dann spürt man dieses Feuer tief in ihm:

Der Clown hat ihn noch, seinen Wunsch … und vielleicht geht er in Erfüllung auf der Reise in sein nächstes Leben.

 

 

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