augenblicklyric

Lyric im Alltag – Augenblicke die im nichts verschwinden

… wie aus Freundschaft (I) –

- 14. Oktober 2012

Das Kind

Ich ging allein durch die Straßen,

da stand plötzlich ein Kind vor mir.

Es wirkte so klein und verlassen;

ich fragte: „was ist los mit Dir?“

 

Mein Freund, der hat dunkle Augen,

fing das Kind leis zu reden an.

Und Du kannst es mir wirklich glauben,

das er die schönsten Spiele kann.

 

Man meint,

ich darf den Freund nicht mehr sehn,

weil die Eltern keine Deutschen sind.

Man meint,

ich müsste das doch verstehn;

wer spielt schon mit ’nem Ausländerkind.

 

Er fühlt und denkt genau wie Du,

doch Angst regiert schon sein Leben.

Wenn ich das sag, hört niemand zu,

muss es erst ein Unglück geben?

 

Ich ging allein durch die Straßen

und hörte noch immer das Kind.

Warum können viele nur hassen,

wo wir doch alle Menschen sind.

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